Eine Million Tonnen Getreide aus der Ukraine

Die ÖBB Rail Cargo Group (RCG) hat über ihre ungarische Tochtergesellschaft Rail Cargo Hungaria (RCH) seit März eine Million Tonnen Getreide aus der Ukraine transportiert. Zwei Drittel der mehr als 17.000 Güterwagen sind für ungarische Auftraggeber bestimmt, der Rest wird in die Getreidesilos nach Italien und Österreich weiterbefördert.

Seit Kriegsausbruch forciert die Unternehmensgruppe die Beförderung von Agrargütern aus der Ukraine, vorwiegend Mais, Sonnenblumenkerne, Weizen, Soja, Gerste sowie Pflanzenöl. Der mit der Ukraine früher bereits bestehende Güterverkehr ist auf eine Größenordnung von 100.000 Tonnen pro Monat massiv angestiegen. Dabei handelt es sich zur Hälfte um Eisenerz, gefolgt von Getreidetransporten (30 Prozent) und Ölsaaten.

Das stetig steigende Volumen stellt die RCG vor enorme Herausforderungen. Güterwagen- und Traktionskapazitäten müssen gewährleistet sowie Grenzübergänge organisiert und beschleunigt werden. Rail Cargo Hungaria (RCH) hat zur Volumenerhöhung der Frachtbeförderung innovative Lösungen und alternative Beförderungsprojekte entwickelt. Zwecks Beschleunigung der Bahntransporte wird auch wieder die frühere Technologie der Achsverlagerung von Eisenbahnwagen eingesetzt.

Die Beschleunigungsmaßnahmen für den Grenzverkehr haben sukzessive zu Ergebnissen geführt. Die Anzahl der Breitspurwagen, die die Grenzen passiert haben und auf Normalspur umgeschlagen wurden, ist pro Monat um 500 Einheiten gestiegen. Die Anzahl der weiterbeförderten Züge stieg von wöchentlich 5 im April auf 13-15 pro Woche im November. Auf Jahresebene rechnet die Rail Cargo Group in der Relation Ukraine–Ungarn mit einem zusätzlichen Beförderungsvolumen von 2-4 Mio. Tonnen.

rch.railcargo.com

Quelle: OEVZ

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