Hafen Linz verzeichnet deutliches Plus im Containerumschlag

Der Vorstand des Hafen Linz blickt mit sehr zufriedener Miene auf das vergangene Geschäftsjahr (Oktober 2017 bis September 2018) zurück. In fast allen Segmenten konnten Umsatzsteigerungen erzielt werden, vor allem beim Containerumschlag machte sich ein signifikanter Anstieg bemerkbar:

Mit 224.172 TEU konnte das Vorjahresniveau (208.916 TEU) um 7,3 Prozent übertroffen werden. Es handelt sich um das drittbeste Ergebnis in der Geschichte des Containerterminals. Damit habe man die Folgen der Kundenabwanderung aus dem Jahr 2016 nun endgültig überwunden, erläutert Hafendirektor Mag. Harald Kronsteiner bei der Bilanzpressekonferenz.

Im Geschäftsjahr 2018 erwirtschaftete die Linz AG Logistik (Geschäftsbereich Hafen der Linz Service GmbH und Österreichische Donaulager GmbH) einen Umsatz von 50,2 Mio. Euro. Im Vergleich zum Umsatz im Geschäftsjahr 2017
in Höhe von 44,7 Mio. Euro bedeutet das eine Steigerung von 5,5 Mio. Euro bzw. 12,3 Prozent. Diese ist im Wesentlichen auf die Ausweitung des Transportlogistikgeschäftes zurückzuführen. Das Geschäftsfeld Transportlogistik erzielte das beste Ergebnis seit seinem Bestehen: Die Umsatzbeiträge aus dem Vorjahr konnten um 4 Mio. Euro oder 21 Prozent von 20 Mio. Euro auf 24 Mio. Euro verbessert werden.

Das Niedrigwasser auf der Donau wird indessen zum Problem, gesteht Generaldirektor der Linz AG und Geschäftsführer der Linz Service GmbH DI Erich Haider, MBA ein. Die langen, heißen Sommer reduzieren den Transport auf der Donau und auch die ausstehenden Ausbaumaßnahmen entlang der Donau seien der Situation nicht zuträglich.

Die Gesamtbetriebsleistung 2018 (Wasser- und Landumschlag) ist zwar mit 2,817.678 t um 45.879 t oder 1,7 Prozent über das Umschlagsniveau des Vorjahres (2,771.799 t) gestiegen. Der reine Wasserumschlag aber ist Laut Harald Kronsteiner von 717.000 Tonnen um rund 20 Prozent auf 568.000 Tonnen gesunken. Im Geschäftsjahr 2018 liefen 556 Schiffe die Häfen der Linz AG (Handelshafen und Tankhafen) an. Im Vergleich zum Geschäftsjahr 2017 bedeutet das einen Rückgang um 141 Schiffe bzw. um 20,2 Prozent.

Als Alternative zur Wasserstraße sehe man in erster Linie die Schiene. Im Geschäftssegment Hafenbahn lässt sich eine stabile Entwicklung beobachten. Im Geschäftsjahr 2018 waren 110.428 Wagenbewegungen im Vergleich zu 114.187
Wagenbewegungen im Geschäftsjahr 2017 zu verzeichnen.

Zu Beginn des laufenden Wirtschaftsjahres (Bilanzstichtag 30. September) waren aufgrund der Wirtschaftsabschwächung Rückgänge im Containergeschäft zu bemerken. Die Linz AG Logistik versucht dem durch Diversifikation in anderen
Geschäftsfeldern und Preisanpassungen gegenzusteuern.

www.linzag.at

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