Tracks GmbH – Berliner Entwickler von zukunftsträchtiger Co2-Software gerettet

Das Berliner Start-up Tracks GmbH steht wieder auf sicheren Beinen.

Insolvenzverwalterin Rechtsanwältin Dr. Susanne Berner und ihrem Team ist es gelungen, nach nur kurzer Betriebsfortführung mit der Ulmer Transporeon GmbH einen Käufer zu finden. Die Übernahme erfolgte mit Eröffnung des Insolvenzverfahrens zum 01.08.2022. Über den Kaufpreis vereinbarten die Vertragsparteien Stillschweigen.

Software-Lösung spart Treibstoffkosten.
Das 2018 von Jakob Muus gegründete innovative Start-up ist Entwickler und Vertreiber einer plattformunabhängigen Software, über die Logistikunternehmen und Speditionen die Co2-Emmissionen ihrer Fahrzeugflotte erfassen können. Auf diese Weise lässt sich der Ausstoß des klimaschädlichen Gases steuern und insbesondere reduzieren. Das führt gleichzeitig zur Einsparung der hohen Treibstoffkosten für die Nutzfahrzeuge der Speditions- und Logistikbranche. Die Dienstleistung ist vor allem an größere Logistik- und Transportunternehmen gerichtet, die im Zuge der europäischen Gesetzgebung bei den ESG-Kriterien bei den Vorgaben nach Nachhaltigkeit und Klimaneutralität unter Zugzwang stehen.

Liquiditätsschwierigkeiten am Anfang.
Da die letzte Finanzierungsrunde des erst in 2018 gegründeten jungen Start-Ups kurzfristig ins Stocken geraten ist und die Vertriebsumsätze diese Lücke noch nicht schließen konnten, geriet der Berliner Softwareentwickler in Liquiditätsschwierigkeiten. Er stellte am 24.05.2022 beim AG Charlottenburg einen Insolvenzantrag. Das Gericht setzte Dr. Susanne Berner als vorläufige Insolvenzverwalterin ein. Die von ihr erwirkte Insolvenzgeldvorfinanzierung sicherte die Zahlung der Löhne und Gehälter für die drei Monate Mai bis Juli 2022.

Funktionierendes Geschäftsmodell mit Zukunftschancen.
„Dieser Fall zeigt, dass Insolvenzverfahren Sanierungswege eröffnen“, erläutert Dr. Susanne Berner.  „Das gelingt umso besser, wenn die Geschäftsleitung wie hier den Insolvenzantrag frühzeitig stellt und das Geschäftsmodell funktioniert.“ Das äußerst zukunftsträchtige und leicht zu installierende Software-Tool unterstützt ökologisches und transparentes Wirtschaften, um mit messgenauer Erfassung der Emissionen Nachhaltigkeitsziele zu erreichen. Die vom niederländischen Smart Freight Centre akkreditierte Software gilt nach Markteinschätzung europaweit als mit das beste Angebot auf diesem Gebiet.

Strategischer Investor erhält Zuschlag.
Der von der Insolvenzverwalterin kurz nach Insolvenzantrag mit Unterstützung der Deloitte GmbH eingeleitete Investorenprozess fand mit der Ulmer Transporeon GmbH einen strategischen Investor. Die weltweit präsente Unternehmensgruppe betreibt mit 1400 Mitarbeitern eine cloudbasierte Softwareplattform, über die Handel und Speditionen ihre Transportlogistik abwickeln und optimieren können. Transporeon begann vor 20 Jahren in Ulm als kleines Start-up von vier Studenten.

 

Über die Dr. Berner & Partner Rechtsanwälte PartG mbB.
Seit mehr als fünfzehn Jahren bietet die Dr. Berner & Partner Rechtsanwälte PartG mbB rechtliche Beratung und professionelle Insolvenzverwaltung in acht Bundesländern an. Von Standorten u.a. in Berlin, Leipzig, Dresden, Halle (Saale), Hamburg, Herford und München arbeiten mehr als 50 Sanierungsexperten für über 20 Insolvenzgerichte. Dr. Susanne Berner zählt zu den meist bestellten Insolvenzverwaltern deutschlandweit. Oberste Priorität haben die Interessen der Gläubiger sowie der Erhalt und die nachhaltige Sanierung insolventer Unternehmen jeglicher Größe. Die Fachanwältin für Insolvenzrecht ist Vorstandsvorsitzende der NIVD (Neue Insolvenzrechtsvereinigung Deutschlands e.V.) mit Sitz in Berlin.

Weitere Informationen unter: www.berner-rechtsanwaelte.de

Ansprechpartner für die Medien:
Pietro Nuvoloni
dictum media gmbh
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